Pädagogische Haltung

Die reformpädagogischen Ansätze zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben die Gemeinsamkeit der „Pädagogik vom Kinde aus“. Bei Maria Montessori steht das Kind im Mittelpunkt und alle an der Schule beteiligten Personen sollen geprägt sein vom achtsamen Umgang mit dem Kind, untereinander, aber auch mit der Umwelt. Dabei sind alle Menschen gleichwertig und gleichrangig. Dieses Menschenbild prägt unsere Arbeit an der Schule. Das Lernen geht vom Kind aus und ist damit intrinsisch motiviert. Die Neugierde der Kinder im Schulalter wird durch eine vorbereitete Umgebung aufgegriffen und in Lernsituationen gefördert. Hierbei nehmen die Lehrpersonen eine besondere Rolle ein: sie sind die LernbegleiterInnen.

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Freiarbeit und vorbereitete Umgebung 

Maria Montessori entwickelte spezielle Materialien, die zu selbstständiger Arbeit anregen. Es soll damit selbstständig, möglichst mit allen Sinnen gelernt und Selbstkontrolle ermöglicht werden. Erforschen und entdecken wird unterstützt. Die vorbereitete Umgebung ist ein wichtiges Element des Klassenraumes. In den verschiedenen Räumen der Schule stehen den Schülern Montessori- und weitere Lernmaterialien zu allen Fächern zur Verfügung. Freiarbeit ist ein essentieller Bestandteil des Stundenplanes. In dieser Arbeitsphase können die Schüler konzentriert an selbst gewählten Themen arbeiten, die in der vorbereiteten Umgebung zur Verfügung stehen.

Lehrplan 21

Die Lernziele der Schule richten sich am Schweizer Lehrplan 21 (Lehrplan Volksschule Thurgau). Mittels Kompetenzrastern wird das individuelle Lernen erfasst und mit den Lehrplanzielen abgeglichen. 

Angeleitete Aktivitäten und Projekte 

Neben der Freiarbeit stehen auch gemeinsame und angeleitete Aktivitäten auf dem Programm. Bewegung und Sport, kreatives Tun und Musik gehören ebenfalls zum Schulalltag. Projekttage und Projektwochen runden das Lernprogramm ab. Auch hier werden die Interessen der Kinder aufgegriffen. 

Lebens- und naturnahes Lernen 

Der Standort der Schule bietet vielfältige Möglichkeiten das Lernen lebens- und naturnah zu gestalten. Im Schulgarten wird die Pflege von Pflanzen in die Hände der Kinder gelegt. Neben dem Erhalt der Artenvielfalt soll auch der Anbau von Früchten, Gemüse oder Färberpflanzen und deren spätere Verwendung beim Kochen oder kreativen Tun das lebensnahe Lernen ermöglichen. Beim wöchentlich stattfindenden Waldnachmittag erleben die Kinder einen echten Bezug zur Natur.